DL4YA bei W1MX

Letzte Woche Dienstag war ich in der Clubstation des MIT (Massachusetts Institute of Technolgoy), W1MX und habe mir mal die amerikanische Variante des OV-Abends angeschaut. Die Jungs dort waren ziemlich nett (wie fast alle Amerikaner) und haben ähnliche Probleme wie wir in Deutschland. Das Gebäude soll vielleicht renoviert und für die Übergangszeit ein Raum gefunden werden. Aber den Beam kann man ohne Kran nicht einfach abnehmen usw.

Aber weil es eine Uni-Station ist, haben sie schonmal das Nachwuchsproblem nicht. Und sogar eine YL war dabei. Hätte ich ja nicht gedacht 😉 Drauf gekommen bin ich durch den Tag der offenen Tür am MIT, wenn man dort ab und zu nach oben geschaut hat, konnte man auf den Dächern einige Antennen sehen, mehrere Beams und auf einem 30-stöckigen Hochhaus 2m-23cm. Zwischen diesem Hochhaus und dem Nachbargebäude mit der HF-Station ist ein Halbwellen-Dipol für 160m gespannt, einen Beam für 6m haben sie auch..  Leider war auf KW „nur“ Contest und Europa um 21Uhr abends (also 3 Uhr morgens) ziemlich verschlafen. Rumänien war zu hören, aber eben im Contest, und abrechnen wollte ich nicht.

Keine Schlechte Ausrüstung, die die Jungs (und Mädchen) dort haben, dass muss man sagen, kann sich schon sehen lassen, TenTec irgendwas mit allem an DSP und Schnickschnack was man für Geld kaufen kann. Dazu noch ordentlich Power und wiegesagt die krassen Antennen. Haben mich gleich zum UKW-Contest eingeladen, mal sehen. Im Juni ist der nächste, vllt kann man da ja mal deutschen Contest-Drill (hi) in Punkte umwandeln. Ansonsten werde ich hier posten, wenn ich mal auf HF erreichbar bin (falls sich das irgendwie sinnvoll planen lässt).

DL4YA bald aus W qrv

Christian, DL4YA, geht für ein Jahr in die USA und wird versuchen, vor Ort ein wenig qrv zu sein. Das voraussichtliche qth wird Boston, Massachusetts sein – die Zeitverschiebung also knapp 6 Stunden betragen. Skeds können etwa ab Ende Februar hier vereinbart werden (einfach einen Kommentar schreiben). Da er wohl keine EME-Ausrüstung zur Verfügung hat, stehen leider nur die HF-Bänder zur Wahl. Über Technik und Antennen und die damit verbundenen Möglichkeiten der Erreichbarkeit wird an dieser Stelle informiert werden.

ACTA – Ein Angriff auf das freie Internet

Hinter verschlossenen Türen werden gerade wieder Maßnahmen der Durchsetzungen von Software-Patenten verhandelt, die dann OHNE Einspruchsrecht oder Inhaltsdiskussion des EU-Parlaments ein Gesetz werden soll.

Viele Funkamateure setzen heutzutage OpenSource-Software wie Linux, Firefox oder OpenOffice ein, die von Software-Patenten massiv in ihrer Existenz bedroht sind. Patente auf Software spiegeln nicht die Urheberrechte an Quelltext wieder. Diese Rechte werden bereits heute ausreichend geschützt. Software-Patente verbieten den „Nachbau“ vorhandener Software, beispielsweise durch OpenSource-Projekte.

Für jeden, der etwas dagegen tun will, empfehle ich folgende Petitionen mitzuzeichnen:

http://www.fsf.org/campaigns/acta/acta-declaration

http://publicacta.org.nz/sign-the-wellington-declaration/

Desweiteren unterzeichne ich, Christian Bayer, Salvador-Allende-Platz 9, 07747 Jena den folgenden offenen Brief  von http://www.laquadrature.net/en/acta-a-global-threat-to-freedoms-open-letter, weil ich der Meinung bin, das derart tiefgreifende Einschränkungen der digitalen Freiheit, wie sie ACTA vorschlägt auf keinen Fall ohne demokratische Legitimation erfolgen dürfen.

ACTA: A Global Threat to Freedoms

open letter

The Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) is a broad intergovernmental agreement under negotiation ranging from the key social issue of access to medicine[1] to criminal Internet regulation. We fear it could seriously hinder European innovation in the digital single market while undermining fundamental rights and democracy at large.

The negotiation process itself raises important questions of transparency and due democratic process, given that the content of the draft agreement has been kept secret for more than 18 months, although some details about the proposals recently leaked to the public. More worrying still, while the European Parliament has been denied access to the documents, US industry has been granted access to them, albeit only after signing non-disclosure agreements.

A recent analysis by the European Commission of the ACTA Internet chapter[2] proves that the topics under discussion go far beyond the current body of EU law. Most importantly, the Commission’s analysis confirms that the current draft of ACTA would profoundly restrict the fundamental rights and freedoms of European citizens, most notably the freedom of expression and communication privacy. These are very much at risk, since the current draft pushes for the implementation of three-strikes schemes and content filtering policies by seeking to impose civil and criminal liability on technical intermediaries such as internet service providers. The text would also radically erode the exercise of interoperability that is essential for both consumer rights and competitiveness.

Consequently, we urge the Parliament to call on European negotiators to establish transparency in the negotiation process and publish the draft agreement, and not to accept any proposal which would undermine citizens‘ rights and freedoms. Furthermore, we urge the Parliament to make an unequivocal statement to the Commission and Council that any agreement which does not respect these core principles would force the Parliament to reject the entire text.

[1] See: http://www.oxfam.org/en/pressroom/pressrelease/2009-07-15/criminalize-generic-medicines-hurt-poor-countries

[2] See: http://sharemydoc.org/files/philip/ec_analysis_of_acta_internet_chapter.pdf

Koaxial-Antenne für 145 MHz und 430 MHz

Antennenmaterial: Kupferdraht, 2-3 mm Durchmesser und Kupferrohr, 10 mm Durchmesser

  • Strahlerlänge: 145 MHz:  ~475 mm; 430 MHz: ~16,7 mm
  • Radiallänge: 145 MHz:  ~480 mm; 430 MHz: ~16,7 mm
  • Gewinn: 0-3 dB

Aufbauhinweise:

  1. Einfach Koaxkabel durch das Kupferrohr schieben und den Mantel an das Rohr anlöten.
  2. An die Seele des Kabels wird der Strahler angelötet.
  3. Das ganze kann mit einem Holzstab (z.B. von einer Feuerwerksrakete) und ein bisschen Panzertape fixiert werden.

Doppelquad für 70cm

Die Polarisation im Bild ist vertikal.

  • Strahler: Seitenkantenlänge des Quadrats: 170 mm; Gesamtlänge: 1365 mm
  • Reflektorlänge: 350 mm
  • Abstand zwischen den einzelnen Reflektoren: 170 mm
  • Abstand zwischen Reflektor und Strahler: 92 mm
  • Gewinn: ~ 8 dB
  • Rückdämpfung: ~ 20 dB

Aufbauhinweise:

  1. Aus dem 1365 mm langen Kupferdraht werden 2 Quadrate zusammengebogen, die ( in einem Stück) dann so aussehen, wie die Quadrate in der Zeichnung. Die 2 offenen Enden werden zusammengelötet, dürfen aber die 2. Verbindung der Quadrate nicht berühren. An die beiden Verbindungsstücke der Quadrate werden Mantel bzw. Seele des Kabels angelötet.
  2. Für die Abstandsstücke zwischen den Reflektoren wird ein nicht-leitendes Material benötigt, am besten Holz. Der Strahler wird ebenfalls auf einem nicht-leitendem Material befestigt.

(Sehr) Einfache Groundplane für 2m oder 70cm

Antennenmaterial: Schweiß- oder Bindedraht aus Eisen.

1. Variante nach DL4NTC

  • Strahlerlänge: 145 MHz:  ~475 mm; 430 MHz: ~16,7 mm
  • Radiallänge: 145 MHz:  ~480 mm; 430 MHz: ~16,7 mm
  • Gewinn: 0-3 dB

2. Variante nach DL4YA

Aufbauhinweise:

  • Bei der 1. Variante werden an die Löcher einer PL-Flanschbuchse abisolierte Lüsterklemmen geschraubt und daran die Radials. Gleiches passiert mit dem Strahler, der an die Seele der PL-Buchse angeschraubt wird.
  • Bei der zweiten Variante wird einfach in eine Lüsterklemme der Außenleiter des Kabels und Radials angeschraubt. In die andere Lüsterklemme wird der Strahler und die Seele des Kabels geschraubt.

Laut Rothammel ist die letzte Variante sogar fast besser als die von DL4NTC, weil bei dieser die Radials nach unten gebogen sind, was den Speisewiderstand auf fast 50 Ohm bringt.

HB9CV für 145 MHz und 430 MHz

144-145 MHz/2m, Werte jeweils wieder für Aluminium.

  • Boom (Element-Träger): Länge:  ~255 mm, +/- Vormastmontage; Durchmesser des Alurohres: 10-16 mm
  • Elemente: Durchmesser: 6-8 mm, Hohl- oder Vollmaterial; werden durch Boom gesteckt
  • Gewinn: bis 4,3 dBD
  • Rückdämpfung: bis 20 dB
  • Phasenleitung: Draht mit 2 mm Durchmesser in 4 mm Abstand zu den Elementen und dem Boom, Länge etwa 2 m
  • Trimmer der Speiseleitung: 12 pF
  • Eingangswiderstand: 50…75 Ohm , unsymmetrisch
  • 430-440 MHz/70cm, ebenfalls Werte für Aluminium.

  • Boom (Element-Träger): Länge:  ~83 mm, +/- Vormastmontage; Durchmesser des Alurohres: 7-8 mm
  • Elemente: Durchmesser: 4-5 mm, Hohl- oder Vollmaterial; werden durch Boom gesteckt
  • Gewinn: bis 4,3 dBD
  • Rückdämpfung: bis 20 dB
  • Phasenleitung: Draht mit 1,5 mm Durchmesser in 3 mm Abstand zu den Elementen und dem Boom, Länge etwa 1 m
  • Trimmer der Speiseleitung: 12 pF
  • Eingangswiderstand: 50…75 Ohm , unsymmetrisch
  • Aufbauhinweise:

    1. Der Boom ist für Vormastmontage üblicherweise etwas länger zu wählen (>Platz für Mastschelle).
    2. Die Elemente werden durch den Boom gesteckt und mit Blechtreibschrauben (für Dauermontage) oder mit normalen Gewindeschrauben (für Portable-Betrieb) befestigt.
    3. Die Schrauben werden auf der Stirnseite des Aluboomes befestigt.
    4. Die Phasenleitung wird auf den Elementen jeweils mit einer Schraube befestigt (Schraube durch Element und Draht drumwickeln). Die Phasenleitung wird dann isoliert durch den Boom geführt.
    5. Das „S“ in der Zeichnung bezeichnet den Speisepunkt, mit dem der Kabelinnenleiter über den Trimmer verlötet wird. Der Außenleiter wird direkt mit dem Boom verbunden.

    5ele Yagi für 2m und 6ele für 70cm im Selbstbau

    Hier eine Selbstbauanleitung für eine 2m (144/145 MHz) Yagi-Antenne mit fünf Elementen. Die Werte beziehen sich auf Aluminiummaterial.
    • Boom (Element-Träger): Länge:  ~1705 mm, +/- Vormastmontage; Kantenlänge des Hohlvierkant: 20 mm
    • Elemente: Durchmesser: 8-10 mm, Hohlmaterial; werden durch Boom gesteckt
    • Gamma-Anpassung („Stub“): Länge von Mitte Boom bis Abgreifschelle: 175 – 200 mm; Durchmesser: 6 mm Alurohr; Abstand zwischen Stub und Strahler: ~15 mm
    • Kondensator für Gamma-Anpassung: 12 pF
    • Gewinn: bis 8,3 dBD
    • SWR: bei optimaler Gamma-Anpassung 1:1,0 – 1:1,1 im gesamten 2 m-Band
    • Rückdämpfung: ~24 dB

    Und hier die Werte für 70cm (430-440 MHz) und sechs Elemente. Die Werte beziehen sich wieder auf Aluminiummaterial.

    • Boom (Element-Träger): Länge:  ~590 mm, +/- Vormastmontage; Kantenlänge des Hohlvierkant: 15 mm
    • Elemente: Durchmesser: 6-10 mm, Hohl- oder Vollmaterial; werden durch Boom gesteckt
    • Gamma-Anpassung („Stub“): Länge von Mitte Boom bis Abgreifschelle: 140 – 190 mm; Durchmesser: 4 mm Alurohr; Abstand zwischen Stub und Strahler: ~12 mm
    • Kondensator für Gamma-Anpassung: 12 pF
    • Gewinn: ~ 9,4 dBD
    • SWR: bei optimaler Gamma-Anpassung 1:1,2 – 1:1,4 im gesamten 70 cm-Band
    • Rückdämpfung: ~24 dB

    Aufbauhinweise:

    1. Der Boom ist für Vormastmontage üblicherweise etwas länger zu wählen (>Platz für Mastschelle).
    2. Die Elemente werden durch den Boom gesteckt und mit Blechtreibschrauben (für Dauermontage) oder mit normalen Gewindeschrauben (für Portable-Betrieb) befestigt.
    3. Die Elekro-Installationsdose für die Gamma-Anpassung wird mit einem Blechwinkel (durch den Strahler geschraubt) befestigt. An den Blechwinkel wird eine N – oder PL – Flanschbuchse angeschraubt, so das am Ende der Außenleiter über den Winkel mit dem Strahler verbunden ist. Der Innenleiter wird mit dem 12 pF – Kondensator verlötet und dieser wird mit dem Ende vom Stub verbunden.
    4. Der Stub wird über eine Blechschelle wiederum mit dem Strahler verbunden (Schelle aus Blechstreifen zurechtbiegen). Die Stublänge ist nicht eindeutig festzulegen, man nimmt am besten einen 200 mm langen Stub und verschiebt die Abgreifschelle so lange, bis das kleinstmögliche SWR erreicht wird. Dann sägt man den Stub kurz hinter der Blechschelle ab und verschraubt die Schelle. Für SWR-Messungen, die nicht 110 %ig stimmen müssen, sondern es ehr auf Minimum/Maximum ankommt (mehr kann man aus der Antenne sowieso nicht herausholen), reicht ein Meßgerät der der Preisklasse unter 20 € völlig aus. (Auch wenn draufsteht bis 30 MHz !)